Q & A Teil 3 - Fragen & Antworten zur beabsichtigten Fusion der iQ Power Licensing AG mit Engenavis Inc.

23.04.2018

 

 

  • Bei einer Fusion würde künftig Dividende aus den USA bezahlt. Für Dividende aus USA gibt es ebenfalls eine Quellensteuer. Kann diese vorbehaltene Quellensteuer gegen die deutsche Steuerschuld verrechnet werden?

Ja, die amerikanische Quellensteuer kann gegen die deutsche Abgeltungssteuer in der Steuererklärung verrechnet werden.

Die USA erheben eine Quellensteuer auf Dividenden in Höhe von 15%, die bei der Auszahlung der Dividende abgeführt werden. In ihrer Steuererklärung können deutsche Steuerzahler diesen abgeführten Betrag auf die in Deutschland erhobene Abgeltungssteuer anrechnen, wodurch lediglich weitere 8% abgeführt werden. In Summe ergibt sich somit der gleiche Abgeltungssteuersatz in Höhe von 23% (ohne Kirchensteuer) wie sonst für deutsche Steuerzahler üblich.

 

 

  • Derzeit gibt es nur einen hauptsächlichen großen Lizenznehmer. Dabei waren doch weitere Lizenznehmer im Gespräch. Was ist damit und sind die wieder hinfällig?

Nein, die Kontakte und Gespräche mit den weiteren Lizenznehmern entwickeln sich weiter fort. Die Kontakte befinden sich derzeit in unterschiedlichen Stadien und konkretisieren sich bereits auch auf der Arbeitsebene. Diese Kontakte entstanden alle im vergangenen Jahr, unter anderem auch auf der Asian Battery Conference in Kuala Lumpur im September. Darunter sind auch sehr große Unternehmen.

Bei einigen dieser Unternehmen werden mit deren Produkten bereits Dauertests mit unseren Bauteilen durchgeführt. Wie berichtet kommt das Interesse hierbei vorwiegend aus Ländern des asiatischen Raums. Aber auch aus den arabischen Gebieten sowie angrenzenden Regionen.

 

 

  • Seit Wochen wird von einem neuen Lizenznehmer und einer neuen Fabrik in Nahost gesprochen, ohne dass bisher etwas Konkretes gemeldet wurde. Was ist daraus geworden?

Das Projekt entwickelt sich und nimmt weiter konkrete Formen an. Derzeit entstehen die Fundamente für die neue Fabrik. Für die Finanzierung der Fabrikausrüstungen mit ihren Maschinen und Anlagen wartet das Unternehmen in Nahost derzeit auf die staatliche Finanzierungszusage des Projektes. Solange diese Zusage noch aussteht, kann iQ Power Licensing das Projekt noch nicht als Auftrag verbuchen.
 

 

  • Bisher gibt es noch keine tatsächlichen Zahlen von Engenavis. Wie sicher sind die vom Management geäußerten zukünftigen Geschäftszahlen?

Bei den von Engenavis angegebenen Zahlenangaben handelt es sich um Prognosen. Die Zahlen basieren jedoch auf Abschätzungen, die sich aus konkretem Interesse der jeweiligen Märkte für die Produkte von Engenavis ableiten. Für einige dieser Produkte existiert bereits ein Markt mit ersten aktiven Wettbewerbern wie beispielsweise der N4 Anti-Idle-Technik.

Die Technik ist eine Antwort des Marktes auf die neue US-Gesetzgebung, die ein langes Laufenlassen von Verbrennungsmotoren im Standgasbetrieb (Idling) zum Betreiben von Klimaanlagen und anderen elektrischen Verbrauchern untersagt. Hierfür liegen bei N4 bereits erste Aufträge in einer nennenswerten Größenordnung von rund 2,5 Millionen Euro vor.

Auch in der Produktkategorie autonome mobile Energieversorgung HIVE existiert konkretes Interesse beispielsweise seitens Telekommunikationsunternehmen oder der US-Armee und das erste System in Serienausführung wurde kürzlich erfolgreich getestet.

 

 

  • Wenn das Vakuum-Thermolyse-Verfahren so gut sein soll: Warum ist der erste Großkunde dann kein Engenavis-Kunde?

Die amerikanischen Entwickler des Verfahrens haben ihrerseits gute Kontakte in den Markt und zu dem interessierten Kunden, der in Südafrika große Industrieanlagen betreibt. Südafrika zählt als Markt nicht in die Zuständigkeit von Engenavis. Hingegen hat sich Engenavis in den USA und im Nahen Osten die Exklusivität für insgesamt 28 der dauerhaft ergiebigsten und besten Standorte für den Betrieb von Null-Emissions-Recycling-Anlagen gesichert.

 

 

  • Wo kommen all die neuen IQP-Geschäftsfelder auf einmal alle her?

Neben neuen Interessenten und Lizenznehmern für die IQP-Durchmischungstechnik arbeitet die iQ Power Licensing AG seit Längerem auch an einer Verbreiterung des eigenen Produktportfolios. Der Bereich Consulting Services für bestehende und neue Batteriefabriken ist hierbei eines der neuen Betätigungsfelder.

Die neuen Bereiche wie ConCast_Plus als eine neue Maschinentechnik zur Produktion von hochwertigen Blei-Gittern in großen Stückzahlen für Batterien sowie die LEIT-Technik zur Verbesserung der Kristallstruktur von Bleioxid sind Techniken, an denen iQ Power Licensing seit über einem Jahr zusammen mit Partnern sehr intensiv arbeitet. Während sich ConCast_Plus in vergleichsweise überschaubarer Zeit umsetzen lässt, erfordert LEIT noch intensive weitere Entwicklungsarbeit.

 

 

  • Wie sicher sind die prognostizierten Zahlen von iQ Power Licensing für die neuen Geschäftsfelder? Mit dem bisherigen Geschäft ist der Break-Even ja noch offen?

Die von iQ Power Licensing für das Geschäft mit den neuen Business-Treibern prognostizierten Zahlen beruhen auf der Annahme, dass die Fusion stattfindet und Kapital in Höhe von 14 Mio. Euro in die Technologien und die Geschäftsentwicklung von IQP fließen können. Die Zahlen basieren zudem auf sehr konkreten Gesprächen mit potentiellen Kunden für die neuen Technologien und Geschäftsmodelle.

 

 

  • Wandelt sich iQ Power Licensing vom Lizenzgeber künftig zum Maschinenhersteller?

Nein, das Unternehmen wird selber keine Maschinen herstellen. Produktionsmaschinen wie ConCast_Plus oder Systeme und Geräte wie LEIT werden von Dritten im Auftrag gefertigt werden. Das Lizenzgeschäft für die Durchmischungstechnik bleibt wie bisher bestehen.

 

 

  • Warum dümpelt der aktuelle Kurs trotz des Übernahmeangebots auf einem Niveau sogar unterhalb von 7 EuroCent?

Solange seitens der Aktionäre der iQ Power Licensing AG die Zustimmung zur erforderlichen Kapitalerhöhung und zur geplanten Fusion noch nicht endgültig entschieden sind, kann der Aktienkurs Schwankungen unterliegen.