Q & A im Nachgang zum Halbjahresbericht 2017

07.02.2018

 

  • Warum war es im 1. HJ 2017 im Vergleich zum 2. HJ 2016 zu einem Rückgang der Umsatzerlöse gekommen?

Mit Beginn 2017 gab es beim Haupt-Lizenzpartner Discover Energy eine Umstellung bei der Verrechnung der Lizenzgebühren. Wurden die Lizenzgebühren bis Ende 2016 direkt mit dem Kauf der iQP-2 Bauteile fällig (der Kaufpreis der Teile enthielt somit zusätzlich auch die Lizenz), so wurde ab 2017 die Fälligkeit der Gebühren vom Kaufpreis der Teile getrennt und erst mit Auslieferung der Batterieprodukte ab Werk in Rechnung gestellt. Hierdurch ergibt sich eine zeitliche Verschiebung der Umsatzerlöse.

Mit Umstellung der Verrechnung ab Januar 2017 kam es dann automatisch zu einem zunächst nachlassenden Lizenzumsatz, bis sich die veränderte Situation neu eingependelt hatte. Ursprünglich war im Lizenzvertrag eine Vergütung der Lizenz gleichzeitig mit Kauf und Lieferung der iQ-Bauteile nicht vorgesehen, sondern entsprach der jetzt wieder gültigen Regelung.

 

  • Woher kommen im 1.HJ 2017 die hohen Währungsverluste?

Die Währungsverluste resultieren nicht aus der Ertragsseite, also dem Lizenzumsatz oder dem Teileverkauf. Die nicht zahlungswirksamen Wechselkurseffekte resultieren aus der Substanzbewertung. So hat die Gesellschaft IQPLAG unter anderem Forderungen (Aktiva) gegenüber Dritten in US-Dollar und Verpflichtungen (Passiva) gegenüber Dritten in Euro, beispielsweise aus der Wandelanleihe. Im Betrachtungszeitraum hatten sich der US$ und der Euro gegenüber dem CHF zu Ungunsten von IQPLAG entwickelt.

 

  • Warum sind die Zinsaufwendungen für die Wandelanleihe mit 142.000 CHF so hoch?

Bis Ende April 2017 gab es eine Wandelanleihe an Discover Energy in der Höhe von EUR 2,5 Millionen, die sich mit 8% p.a. verzinste. Die Wandelanleihe wurde von Discover Energy Ende April 2017 gewandelt. Hinzu kommen die üblichen Zinsen für die Wandelanleihe, welche von anderen Personen in früheren Jahren gezeichnet worden waren.  –  Die Zinskosten für die Folgeperiode fallen somit niedriger aus.

 

  • Sind für das zweite Halbjahr 2017 wieder überraschende Einmalaufwendungen zu erwarten, die das Geschäftsjahr maßgeblich beeinflussen?

Vorbehaltlich etwaiger Anforderungen der Wirtschaftsprüfer sind keine außergewöhnliche Einmalaufwendungen für das zweite Halbjahr 2017 zu erwarten.

 

  • Wie hoch sind die Lizenzzahlung von Moura und wie werden die Lizenzzahlungen aus deren Tätigkeit geprüft?

Umsätze aus Lizenzgebühren einzelner Lizenznehmer werden grundsätzlich nicht genannt. Wie im HJ-Bericht 2017 dargelegt, bewegen sich die Lizenzumsätze mit dem Lizenznehmer Moura nach den ersten Monaten seit Anlauf der neuen Produkte noch einem niedrigen doch zunehmenden Niveau. Die Zahlungen durch den Lizenznehmer erfolgen regelmäßig, vertragskonform und verlässlich. Eine Prüfung der Zahlen ist vertraglich geregelt.

 

  • Beliefert Moura seit 2017 mit den neuen Mixing-Batterien die Erstausrüstung oder auch den Ersatzmarkt? Und um welche Fahrzeuge handelt es sich?

Moura produziert seine Batterien mit iQP Elektrolyt-Durchmischung vorerst nur für die OEM-Erstausrüstung für Fahrzeuge mit Start-Stopp-Anwendung. Dabei handelt es sich um zwei Fahrzeugmodelle eines OEM.

 

  • Im September 2017 wurde über die erfolgreichen Kontakte anlässlich der Batteriekonferenz in Kuala-Lumpur berichtet. Wo sind die wirtschaftlichen Ergebnisse aus den Kontakten?

Das Interesse auf der Asian Battery Conference Ende September an der iQ Power-Technik war erfreulich hoch. Es ist mit Sicherheit verständlich und nachvollziehbar, dass daraus nicht unmittelbar und in nur vier Monaten Dauer sogleich Lizenzverträge erwachsen. Denn kein Unternehmen erwirbt eine Technologie, um nicht vorher an den eigenen Produkten dessen Wirkung untersucht zu haben. Bis dahin ist einiges an Vorbereitungen zu tun. Und auch die Untersuchungen sind zeitaufwendig.   

Wie berichtet, fanden mit den betreffenden Unternehmen mittlerweile Folgetermine mit deren Management und Fachabteilungen in den jeweiligen Ländern zu konkreten Themen und zum weiteren Vorgehen statt mit dem späteren Ziel von Kooperation und Lizenzpartnerschaft. Mit einer Reihe dieser Unternehmen wurden bereits Vorbereitungen für praktische Tests angestoßen.

Derzeit befindet sich iQ Power Licensing mit einer guten Handvoll an wirklich interessierten Unternehmen in engem Kontakt. Unter den Interessenten sind auch sehr große Unternehmen. Wann und ob diese Kontakte in Lizenzverträge münden kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

 

  • Wann wird der kürzlich angekündigte neue Lizenznehmer veröffentlicht? Wer erwirbt die Lizenz?

Wie gemeldet, ist noch die ein oder andere Bedingung zu erfüllen, um den unterzeichneten neuen Lizenzvertrag endgültig mit Leben zu füllen. Dann werden auch weitere Details zu dem Projekt genannt werden. Bei dem Projekt handelt es sich um eine neue Batteriefabrik für einen Kunden im Nahen Osten.  

 

  • Was macht das neue Geschäftsfeld "Beratungsleistungen"; sind hier konkrete Projekte im Anmarsch?

Das Geschäftsfeld Consulting Services der IQPLAG leistet Beratung, Beschaffung und Projektmanagement für neue Fabrikanlagen zur Produktion von Blei-Säure-Batterien. Das Unternehmen konzentriert sich hierbei auf neueste Technologien.

Erstes Projekt ist der Bau einer neuen Batteriefabrik für einen Kunden und Lizenznehmer im Nahen Osten.

Anfragen zu ähnlichen Projekten liegen neuerdings ebenfalls vor.

 

  • Warum wird nichts zu der Verbindung von Discover Energy und Daewoo kommuniziert? In Pakistan wurde gerade ein neues Batteriewerk von Daewoo in Betrieb genommen.

Über geschäftliche Verbindungen zwischen Dritten, soweit sie iQ Power Licensing nicht tangieren, berichten wir nicht.

Dennoch sei der Zusammenhang hier näher erläutert: Daewoo International ist ein großes internationales Handelsunternehmen unter anderem für KFZ-Teile und Autobatterien, welche Daewoo im Auftrag fertigen lässt und unter der eigenen Marke Daewoo vertreibt. Die in Pakistan vom pakistanischen Unternehmen Treet Group errichtete neue Batteriefabrik produziert für Daewoo handelsübliche Starterbatterien. Das Werk wurde mit koreanischer Produktionstechnik ausgestattet. Welche gegenseitigen Marketingvereinbarungen Discover Energy und Daewoo verbindet entzieht sich unserer Kenntnis und kommentieren wir auch nicht.

 

  • Liegen mögliche Rechtsstreitigkeiten über unrechtmäßigen Nachbau der iQ-Technik vor (Patentverletzung)?

iQ Power Licensing liegen keine Erkenntnisse über Patentverletzungen seiner Technologie durch Dritte vor.