
Charles Robert Sullivan
Chief Executive Officer (CEO)
iQ Power AG
STATUSBERICHT - 16. Januar 2013
Das zurückliegende Jahr 2012 war durch erhebliche Veränderungen im Unternehmen geprägt. Eine neue strategische Ausrichtung der iQ Power AG hin zu einem reinen Technologieunternehmen mit Vermarktung seiner Entwicklungen in Form von Lizenzen wurde beschlossen und in 2012 bereits weitgehend umgesetzt.
Mit diesem Schritt kehrt das Unternehmen zu seinem ursprünglichen Geschäftsmodell zurück. Der Umweg über ein Unternehmen mit eigener Produktion war jedoch notwendig gewesen. Nur so war es überhaupt möglich, den Markt von der Qualität der entwickelten Technologien und der darauf beruhenden Batterieprodukte zu überzeugen, eine entsprechend hohe Aufmerksamkeit und eine stark bleibende Nachfrage im Markt zu generieren und letztendlich mehr und mehr Batteriehersteller als Lizenzpartner für die Technologie und deren Vorteile zu gewinnen.
Durch die Neuausrichtung der iQ Power AG und die damit verbundene Trennung von operativen Geschäftseinheiten durch Management Buy-Out (MBO) konnten die Kostenstruktur der Gesellschaft signifikant verschlankt und die Risiken deutlich verringert werden.
Der Erfolg der iQ Power AG wird künftig vom Erfolg seiner Lizenznehmer sowie von weiteren eigenen Entwicklungen im Bereich der Energiespeichertechnologie abhängen.
Deshalb arbeiten wir an einer kontinuierlichen Verbesserung und Optimierung unserer Kerntechnologie. Gleichzeitig führen wir unsere Strategie der Patent-Pipeline fort. Wesentlicher Fortschritt in diesem Bereich hat zu einer neuen Patentanmeldung im vierten Quartal 2012 geführt, die der iQ Power AG neue Perspektiven eröffnet. Weitere Patentanmeldungen werden 2013 folgen. Darüber hinaus untersuchen wir auch andere Energiespeichertechnologien.
Strategie
In diesem Jahr wird iQ Power die in 2012 begonnene Neuausrichtung des Unternehmens weiter ausbauen. Die verbesserte und zum Patent angemeldete neue Konstruktion iQP-2 der Durchmischungseinheit aus passiven Mischelementen für nasse Batterien eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten, sowohl für die Batterieherstellung unserer Lizenzpartner als auch für die iQ Power AG und deren Geschäftsmodell.
So erlaubt das neue Design iQP-2 den Batterieherstellern, die Durchmischungstechnik von iQ Power direkt in den Batterien einzusetzen und zu verbauen, ohne jegliche Anpassungen oder Werkzeugänderungen vornehmen zu müssen. Waren bisher kostenintensive Formanpassungen seitens der Lizenzpartner erforderlich, so ist dies künftig aufgrund des neuen Designs und der jetzt universellen Lösung nicht mehr nötig. Die Teile nach dem neuen iQP-2 Design sind stattdessen unabhängig davon, wie der jeweilige Batteriehersteller das Innendesign seiner Produkte ausgelegt hat. Damit entfällt ab sofort eine bisher bestandene Hemmschwelle auf Seiten potentieller Lizenznehmer, die sich Anpassungen ihrer Produkte gegenüber sahen.
Die neue Universalausführung deckt rund 85% bis 90% der Batterieausführungen im Markt ab. Anpassungen sind allenfalls in Ausnahmenfällen erforderlich, betreffen jedoch nicht mehr das Innendesign der Batterie selbst, sondern können rasch und einfach am Design der iQP-2 Bauteile vorgenommen werden.
Vor diesem Hintergrund hat iQ Power beschlossen, sein Geschäftsmodell in geeigneter Art und Weise zu ergänzen: Neben der Vermarktung der Technologie in Form von Lizenzen wird iQ Power künftig auch die Herstellung und Vermarktung sämtlicher Kunststoffteile für die Durchmischungseinheiten nach dem neuen iQP-2 Design zentral übernehmen. Lizenznehmer bestellen und kaufen die Bauteile künftig bei iQ Power. Herstellung und Logistik der Kunststoffteile übernehmen Dritte.
Für Lizenznehmer wie auch die iQ Power AG hat diese Strategie viele Vorteile: Die Lizenznehmer müssen nicht jeder selber in die Entwicklung in Spritzgusswerkzeuge und die Herstellung der iQ-Bauteile investieren, sondern können ihren Kunden von Beginn an ein Vollsortiment an Batterien mit Elektrolyt-Durchmischung nach iQ Power-Technology anbieten. Und nicht zuletzt können sich die Lizenznehmer darauf verlassen, dass die über iQ Power gekauften Teile den Qualitätsanforderungen von iQ Power genügen.
In gleicher Weise ist sichergestellt, dass iQ Power die Kontrolle über seine Technologie und deren Verwendung behält. Für das Unternehmen bedeutet die zentrale eigene Vermarktung der Bauteile eine weitere Umsatzquelle. Und nicht zuletzt wird hierdurch die Barriere für Produktpiraterie erhöht.
Die international drei gängigen Normbaureihen für Starterbatterien nach den Standards DIN/EN (Europa), JIS (Japan) sowie BCI (Nordamerika) ergeben rund 50 unterschiedliche Bauausführungen. Der Finanzbedarf für die Herstellung der erforderlichen Spritzgusswerkzeuge für diese Varianten ist durch die neue Kapitalmaßnahme bereits gesichert (siehe weiter unten).
Lizenzgeschäft
Mit Beginn 2013 verfügt die iQ Power AG über Lizenzverträge und Lizenzvorverträge in allen wesentlichen Märkten der Welt. Die Lizenznehmer sind unterschiedlich in Ausrichtung und Bekanntheitsgrad. Der brasilianische Hersteller Moura sowie der österreichische Hersteller Banner sind etablierte Erstausrüstungs-Zulieferer, die auch im Nachrüstungsmarkt tätig sind. iQ Power Asia aus Südkorea, Smart Battery in USA, Zhersu Power in Kasachstan, sowie Interbat in Slowenien sind ausschließlich Hersteller, die auf den Nachrüstungsmarkt orientiert sind.
In 2013 wird iQ Power Einnahmen aus Lizenzen in erster Linie von iQ Power Asia sowie Smart Battery erhalten. iQ Power Asia ist derzeit dabei, seine Bleiplattenfertigung von Malaysia in das Batteriewerk in Südkorea zu verlagern, um alle Produktionsschritte unter einem Dach zu vereinen. Die unterbrochene Fertigung wird voraussichtlich im März wieder aufgenommen. Trotz Unterbrechung bleibt die lebhafte Nachfrage für die Produkte von iQ Power Asia erhalten und garantiert eine hohe Auslastung der Fertigung nach Wiederanlauf. Smart Battery aus USA wird nach jüngsten Informationen im ersten Quartal 2013 mit der Auslieferung erster Produkte beginnen. Wenn beide Lizenzpartner ihre Pläne erfüllen, wird die iQ Power AG bis Jahresende 2013 schwarze Zahlen auf Monatsbasis erreichen.
In Kasachstan arbeitet der Lizenznehmer Zhersu Power an einen Fertigungsauftakt in diesem Jahr. Die beiden Erstausrüster Moura und Banner werden ihre Tests und Integrationsarbeiten in 2013 fortsetzen, beziehungsweise damit beginnen. Das Management von iQ Power erwartet seitens beider Hersteller noch keine Lizenzeinnahmen in 2013.
Kapitalmaßnahmen
Der erfolgreiche Abschluss der Kapitalerhöhung im vierten Quartal 2012 hat die mittelfristige Liquiditätslage der iQ Power AG stabilisiert. Die Vollzeichnung der Kapitalerhöhung wurde durch den Abschluss eines Investitionsvertrages ermöglicht. Die Details des Vertrages unterliegen striktem Stillschweigen, jedoch wurden Kernelemente des Vertrages in der Meldung vom 17. Dezember 2012 bekannt gegeben.
Die im Vertrag enthaltene Kaufoption der Anteile der iQ Power AG an der iQ Power Asia Inc. sowie die Zusage zu einer weiteren Finanzierungsrunde zu ähnlichen Konditionen der letzten Kapitalerhöhung müssen in ihrer Gesamtheit gesehen werden. Zwar verliert die iQ Power AG ihren Anteil an möglichen künftigen Gewinnen der iQ Power Asia Inc. Gleichzeitig entfallen jedoch auch die finanziellen Risiken, da iQ Power AG nicht durch künftige Investitionen in den Ausbau der Fertigung in Südkorea finanziell belastet wird.
Zudem erhält die iQ Power AG einen starken finanziellen Rückhalt. In der Vergangenheit hatte eine fehlende finanzielle Stabilität den Handlungsspielraum der Gesellschaft stark eingeschränkt.
Wie im Dezember angekündigt ist eine weitere Kapitalerhöhung von Stimmrecht- und Vorzugsaktien beabsichtigt. Demzufolge wird eine außerordentliche Generalversammlung voraussichtlich in der zweiten Februar-Hälfte beschlossen, um die notwendigen Statutenänderungen herbeizuführen. Details zur Kapitalerhöhung werden nach der Abklärung aller technischen Details und dem offiziellen Beschluss des Verwaltungsrates bekannt gegeben. Die Kapitalerhöhung dient der Tilgung sämtlicher ausstehender Schulden und Verbindlichkeiten der iQ Power AG sowie der Finanzierung der oben genannten Strategieergänzung des Unternehmens. Demzufolge wird die kommende Kapitalerhöhung größer ausfallen als die Kapitalerhöhung in 2012. Bezugsrechte werden allen Aktionären gewährt. Falls die Kapitalerhöhung durch Ausübung der Bezugsrechte nicht voll gezeichnet wird, werden alle übrigen Aktien per Vertrag voll gezeichnet.
Fazit
Durch die Neuausrichtung der iQ Power AG in 2012 kann sich das Unternehmen nun voll auf die Vermarktung seiner Technologie konzentrieren, ausgestattet mit ausreichender finanzieller Unterstützung und ohne Belastungen durch eine eigene Batterieproduktion. Die Trends in der Automobilindustrie wie Start-Stopp-Anwendungen, verbunden mit den heute allgemein bestätigten und im Markt nachgewiesenen Vorteilen der Technik der Elektrolyt-Durchmischung bei Starterbatterien sowie der hohen Bedeutung von Produkten mit umweltfreundlichen Merkmalen, spielen iQ Power ebenso in die Hände wie die schnell wachsenden Ansprüche der aufstrebenden Schwellenländer nach Qualitätsprodukten mit neuester Technologie.
Charles Robert Sullivan
CEO iQ Power AG
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03.01.2012
Informationen zum operativen Geschäft
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
Zunächst einmal möchte ich allen Aktionären, Mitarbeitern und Vorstandsmitgliedern für Ihre Loyalität, Ihr Verständnis und Ihre Geduld danken, die Sie uns im Jahr 2011 entgegengebracht haben.
Im Jahr 2011 konnte die iQ Power AG zahlreiche Herausforderungen meistern und Erfolge verbuchen, musste jedoch auch einige Rückschläge hinnehmen.
Der Batterieabsatz konnte signifikant gesteigert werden und die internationale Positionierung gestärkt werden. So ist es uns gelungen, in vielen Ländern zahlreiche neue Kunden zu gewinnen. Gemäß unseren bisherigen Erhebungen, rechnen wir für das abgelaufene Jahr 2011 mit einem Absatzzuwachs von 50 Prozent. Gleichzeitig konnten die laufenden Kosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich reduziert werden. Wir waren jedoch nicht in der Lage, unsere Kapazitäten im angestrebten Umfang zu erhöhen, wodurch die Erzielung eines noch höheren Absatzes möglich gewesen wäre. Obwohl es unseren Lizenznehmern in Südkorea und den USA gelungen ist, wichtige Verkaufsverträge mit wichtigen Kunden abzuschließen, haben technische und finanzielle Verzögerungen das Erreichen des ursprünglich geplanten Lizenzierungsgewinns für 2011 letztlich verhindert.
Ausblick auf 2012
Allgemeine Bedingungen
Die allgemeinen Marktbedingungen sind auch weiterhin nicht optimal und stellen die iQ Power vor erneute Herausforderungen. Auf operativer Ebene hat sich insbesondere das ungewöhnlich warme Wetter im vierten Quartal 2011 negativ auf den Absatz der Batteriehersteller auf dem europäischen Ersatzteilmarkt ausgewirkt. Die anhaltend Verunsicherung am Kapitalmarkt erschwert zudem den Abschluss neuer Finanzierungen für weitere Wachstumsinvestitionen.
Durch die Gewinnung zusätzlicher Marktanteile ist es der iQ Power AG jedoch gelungen, sich den allgemeinen Absatzeinbußen der Branche zu entziehen. Durch die in den Jahren 2010 und 2011 erzielten Fortschritte sowie das daraus gesteigerte langfristige Gewinnpotenzial von iQ Power haben das Unternehmen in die Lage versetzt, verstärkt Interesse bei institutionelle Investoren wecken zu können – obwohl die Stimmung in zahlreichen Bereichen noch schlechter als im Krisenjahr 2008 war.
Hervorzuheben ist zudem die Tatsache, dass sich die deutschen Automobilhersteller mittlerweile im Hinblick auf die iQ Power-Technologie aufgeschlossener zeigen. Die neuen Anforderungen der Mikrohybrid-„Start-Stopp“-Technik bieten iQ Power die Möglichkeit, auch diesen extrem konservativen Markt zu erschließen. Ein Durchbruch im Segment Mikrohybrid-Autos in Deutschland könnte die Grundlage für die weltweite Erschließung dieses Segmentes darstellen.
Lizenzgeschäfte
In 2012 rechnen wir mit ersten bedeutenden Lizenzgewinnen aus Asien und Nordamerika.
Entsprechend den Informationen vom Senior-Management der Ecovolt Power, dem Mutterunternehmen von Smart Battery, beginnt die für Nordamerika bestimmte BCI-Auslieferung (US-Normgrößen für Autobatterien) durch die in den USA ansässigen Subunternehmer im ersten Quartal 2012. Und auch mit Lieferungen von iQ Power aus Europa in die USA ist gegen Ende des ersten Quartals 2012 zu rechnen.
Neuesten Informationen unseres Lizenznehmers in Südkorea zufolge steigen die Lieferungen aus Asien auch im Geschäftsjahr 2012 weiter an. Im Geschäftsjahr 2011 wurden weitreichend Maßnahmen initiiert und umgesetzt, um die Lücken in der Produktion zu schließen, die ein Erreichen der ambitionierten Verkaufsziele für 2011 verhindert haben. Weitere Maßnahmen sehen die Implementierung neuer Werkzeuge vor, um die Herstellung neuer, insbesondere europäischer und amerikanischer Produktgrößen zu ermöglichen. Dem Senior-Management von iQ Power Asia zufolge ist die Einrichtung neuer Produktionsanlagen für die erste Hälfte 2012 geplant, wodurch die Kapazität von 140.000 Einheiten pro Monat auf 425.000 gesteigert werden kann.
Auch in Kasachstan gibt es Fortschritte. Nach mehreren Verzögerungen rechnet unser in Relation kleiner Lizenznehmer in Kasachstan mit einem Produktionsstart im 3. Quartal 2012. Dadurch ist eine Belieferung des russischen Marktes noch 2012/2013 möglich. Hohe Einfuhrzölle, die bei einer Einfuhr aus Europa anfallen würden, können dadurch vermieden werden. Neben unserer Technologie ein weiterer Wettbewerbsvorteil.
Europäischer Geschäftsbereich
Der Erfolg des europäischen Geschäftsbereichs hängt von zwei Schlüsselprojekten ab
Die erfolgreiche Finanzierung und Ausbau der Werksanlage in Bosnien-Herzegowina wird dazu beitragen, die bestehenden Kapazitätsrestriktionen zu beseitigen, die das Erreichen unserer Verkaufsziele bisher verhindert haben. Darüber hinaus wird das Bleirecycling-Geschäft die Rentabilität des gesamten europäischen Geschäftsbereichs verbessern. Die Integration der produzierten Batterien und Ersatzteile in das bestehende Geschäft schreitet wie erwartet voran. Allerdings muss auch nach der Übernahme viel daran gesetzt werden, um die Produktivität und Leistung zu verbessern. Die Finanzierung ist unter anderem von aktuellen Gesprächen mit institutionellen Investoren abhängig. Hier rechnen wir bereits in Kürze mit ersten Teilabschlüssen.
Die vorgesehene Werkzeugbestückung für europäische DIN-ECO-Batterien in Südkorea ermöglicht eine zeitnahe Auslieferung zur Ergänzung der europäischen Produktion. Damit wäre iQ Power Europe in der Lage, umfangreichere Verträge mit Groß- und Einzelhändlern abzuschließen und den für die Wintersaison erforderliche Lagerhaltung zu optimieren.
Marketing und Entwicklung
Noch für 2012 plant die iQ Power AG die Einführung hochwertiger LKW-Batterien, deren ursprüngliches Design maßgeblich verbessert werden konnte. Obwohl sich durch die Optimierung der Batterien die Einführung verzögert hat, ist davon auszugehen, dass sich diese Produktlinie langfristig als unsere profitabelste und erfolgreichste erweisen wird.
Zudem setzten unsere F&E-Ingenieure ihre Arbeit an den High-End-Super-Premium-Batterien fort. Aufgrund der extrem hohen Qualitäts- und Leistungsanforderungen, denen diese Batterien unterliegen, ist die Testphase entsprechend lang. Dieser Batterietyp soll neue Standards im Segment Nass-Starterbatterien setzen, weshalb iQ Power die Markteinführung erst dann in Angriff nehmen wird, wenn sämtliche Leistungskriterien erfüllt sind oder gar übertroffen werden.
Gleichzeitig arbeiten wir an zahlreichen weiteren Produktentwicklungen in unterschiedlichen Ländern und Produktsegmenten, um unsere Marktposition weiter auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit der iQ Power kontinuierlich zu verbessern.
Damit wird die iQ Power AG im Jahr 2012 in der Lage sein, die Möglichkeiten der weltweiten Positionierung noch besser nutzen zu können und damit beginnen, das damit verbundene Umsatz- und Ertragspotenzial zu realisieren. Da die Umsetzung zahlreicher Projekte sowie laufender Wachstumsfinanzierungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen sind, ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, eine verlässliche Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2012 abzugeben. Die Nachfrage an unseren Produkten ermöglicht jedoch ein Wachstum in 2012, das deutlich über dem des vergangenen Jahres 2011 liegen sollte.
Bitte versäumen Sie auf keinen Fall, sich am 3. Januar 2012 die MDR-Sendung „einfach genial” anzusehen, haben doch deren Zuschauer die iQ Power-Technologie als beste Erfindung des Jahres 2011 nominiert.
Mein Dank gilt allen, die für unsere Technologie gestimmt haben.
Ihr
Charles Robert Sullivan
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11.10.2011
Informationen zum operativen Geschäft
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
Ende September haben wir wichtige Neuigkeiten veröffentlicht. Neben der Mehrheitsbeteiligung an einem Bleirecycling- und Batterieherstellungswerk in Bosnien-Herzegowina hat der Verwaltungsrat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Zudem haben wir zur außerordentlichen Generalversammlung am 25. Oktober 2011 eingeladen. Zu diesen drei Themenblöcken möchte ich Ihnen im Vorfeld zur anstehenden Versammlung zusätzliche Informationen mitteilen.
Mehrheitsbeteiligung an Bleirecycling- und Batteriefertigungswerk in Bosnien-Herzegowina
In der Vergangenheit haben wir mehrfach die Wichtigkeit einer eigenen Bleirecyclinganlage unterstrichen. Blei ist für uns die mit Abstand größte Kostenkomponente im Batterieherstellungsprozess. Durch die angestrebte 51-prozentige Beteiligung an dem Joint-Venture in Bosnien-Herzegowina verringern wir unsere Abhängigkeit von dem Bleipreis an der Börse und können die internen Produktionskosten durch die erweiterte Wertschöpfungskette weiter straffen. Die Integration des Recyclinggeschäfts ermöglicht uns signifikante Kosteneinsparungen. So kann durch den Bezug von Altbatterien und der Verwertung in einer eigenen Bleirecyclinganlage die Bruttomarge je produzierter Batterieeinheit in Abhängigkeit des Bleipreises und der Verwertungseffizienz um bis zu 70 Prozent erhöht werden. Auch wenn aus Wettbewerbsgründen keine konkreten Zahlen genannt werden können, würde eine Erhöhung der Bruttomarge um 50 Prozent bei einem typischen Batteriehersteller eine Verdopplung der operativen Marge ermöglichen.
Die Rücknahme von Altbatterien bietet uns dabei als Hersteller nicht nur den Vorteil mit geringem organisatorischem Aufwand Blei zu gewinnen und unsere Kosten zu senken, zugleich erhöhen wir dadurch den Nutzen für unsere Kunden. Diesen eröffnen wir künftig die Möglichkeit, alte Batterien direkt bei iQ Power entsorgen zu lassen. Dies ist ein weiteres Verkaufsargument, welches die Attraktivität der iQ Power AG gegenüber unseren Kunden erhöht. Weiterhin stärken wir unsere Positionierung und unser Image als umweltfreundliches Unternehmen.
Das Werk in Bosnien-Herzegowina kann derzeit bei voller Kapazitätsauslastung ca. 16.000 Tonnen Blei jährlich recyceln. Dies entspricht einer Verwertung von über 30.000 Tonnen Altbatterien und der Gewinnung von Blei, welches für die Produktion von circa 1,6 Millionen Batterien ausreichend ist.
Zudem verfügt unser südeuropäischer Partner auch über eine eigene Batterieproduktion, wodurch wir über das Joint-Venture unsere Produktionskapazitäten und unsere Flexibilität schon in dieser wichtigen Wintersaison erhöhen können. Die derzeitige Produktionskapazität im Werk in Bosnien-Herzegowina liegt bei etwa 30.000 Stück pro Monat, die wir mittel- bis langfristig weiter erhöhen möchten. Im Recyclingbereich setzen wir uns eine Verwertung von 16.000 Tonnen Blei pro Jahr als mittel- bis langfristiges Ziel, bei der Batterieproduktion einen Wert von ca. 1,6 Millionen Stücken. Diese Zielwerte bedingen im Voraus jedoch weitere Investitionen, die in einem zweiten Schritt getätigt werden können.
Zunächst und entsprechend den gesetzlichen Regularien muss die Gründung des Joint-Ventures noch in einer Gesellschafterversammlung durch die bestehenden bosnischen Gesellschafter sowie vom bosnischen Kartellamt genehmigt werden. Der formal-juristische Akt sollte bis spätestens Mitte November realisiert sein. Die bestehenden Gesellschafter werden nach Abschluss der Formalitäten 49 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten.
Die bisherige Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und der Geschäftsführung vor Ort verlief im Rahmen von durchgeführten Testprojekten und der Due Diligence in einer sehr guten und partnerschaftlichen Atmosphäre. Das Werk verfügt über eine gute Reputation am Markt und unser technischer Direktor konnte sich selbst vom Know-How und der Qualifizierung der dort eingesetzten Fachkräfte überzeugen. Entsprechend freuen wir uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.
Derzeit beliefern uns die Kollegen schon mit Bleigittern, den Batterievorprodukten. Unsere hohen Qualitätsanforderungen wurden dabei voll erfüllt. Der Produktionsstart der mit unseren Technologien gefertigten Batterien soll voraussichtlich in den nächsten Wochen erfolgen. In diesem Zusammenhang wollen wir auch die derzeitige Unterauslastung des Werkes von rund 70 Prozent zügig abbauen und das Werk Richtung Vollauslastung hochfahren. Dadurch gewinnen wir weiteren Produktionsspielraum, um die stetig steigende Nachfrage vor der wichtigen Hauptabsatzsaison bedienen zu können. Durch die Nutzung von Synergieeffekten mit dem nah liegenden Werk in Slowenien gehen wir davon aus, unsere jetzigen Batteriefertigungskapazitäten fast verdoppeln zu können.
Fazit:
Durch die Mehrheitsbeteiligung am Bleirecycling- und Batteriefertigungswerk in Bosnien-Herzegowina kann die iQ Power AG ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern. Bisher konnte sich die iQ Power AG aufgrund ihrer technologisch innovativen Produkte gegenüber der Konkurrenz durchsetzen. Die Wettbewerbsvorteile der Konkurrenz gegenüber der iQ Power AG hingegen beruhen im Wesentlichen auf eigenen Recyclinganlagen und höheren Batteriefertigungskapazitäten. Durch die neue Beteiligung ist es uns gelungen diese Wettbewerbsnachteile deutlich zu reduzieren.
Außerordentliche Generalversammlung am 25. Oktober 2011
Die Traktanden der veröffentlichten Tagesordnung sehen vor, neues genehmigtes Kapital von maximal CHF 6.853.174,14 (entsprechend maximal 228.439.138 voll liberierten Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 0,03) zu schaffen. Gleichzeitig soll der Verwaltungsrat ermächtigt werden, das Aktienkapital um den oben genannten Betrag jederzeit bis zum 25. Oktober 2013 zu erhöhen. Damit der Gesellschaft auch in Zukunft ein genehmigtes Kapital für die Finanzierung des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder von neuen Investitionsvorhaben der Gesellschaft zur Verfügung steht, beantragt der Verwaltungsrat, das bis 1. Juni 2012 befristet gewesene genehmigte Kapital durch neues genehmigtes Kapital zu ersetzen und bis am 25.Oktober 2013 zu befristen.
Zudem beantragt der Verwaltungsrat, das bedingte Kapital von aktuell CHF 4.232.982,03 auf maximal CHF 6.853.174,14 (entsprechend maximal 228.439.138 voll liberierten Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 0,03) zu erhöhen. Die Schaffung dieses weiteren bedingten Kapitals im Umfang von CHF 2.620.192,11 soll in Zukunft die Option, weitere Wandel- oder Optionsanleihen oder ähnliche Finanzierungsinstrumente zu begeben, ermöglichen.
Wie erwähnt, besteht die Absicht, die Kapazität des übernommenen Fertigungs- und Recyclingwerkes durch Investitionen zu erhöhen.
Vor diesem Hintergrund hat die iQ Power AG für den 25. Oktober 2011 eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, um die Grundlage für weitere Kapitalmaßnahmen zu schaffen. Aufgrund der hohen Rentabilität des Projektes rechnen wir damit, eventuelle Verwässerungseffekte durch eine mögliche Ausgabe von neuen Unternehmensanteilen mehr als kompensieren zu können. In dieser Generalversammlung möchten wir Ihnen die Pläne undInvestitionsvorhaben bezüglich der Übernahme umfangreich vorstellen.
Fazit:
Die Vertiefung der Wertschöpfungskette und Steigerung der Produktionskapazitäten bedingen Investitionen und zusätzliches Umlaufvermögen. Diese Mittel sollen durch weitere Kapitalmaßnahmen aufgebracht werden. Aus Sicht der Unternehmensleitung muss die Möglichkeit wahrgenommen werden, durch eine signifikante Kapazitätserhöhung mit gleichzeitiger Schaffung von Kostenvorteilen durch das Bleirecycling, ein starkes und profitables Geschäftswachstum zu erzielen. Durch die prognostizierte hohe Rentabilität der geplanten Investitionen werden mögliche Verwässerungseffekte mehr als kompensiert. Entsprechend rechnen wir mit einer deutlich Verbesserung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses.
Verwaltungsrat beschließt Kapitalerhöhung
In diesem Zusammenhang hat der Verwaltungsrat - neben der Mehrheitsübernahme des Bleirecycling- und Batteriefertigungswerkes in Bosnien-Herzegowina - auch einen Beschluss zur Kapitalerhöhung gefasst. Das Aktienkapital wurde durch die Ausgabe von 40.000.000 Namenaktien zu nominal je CHF 0,03 um CHF 1.200.000,00 erhöht. Der Ausgabepreis je neuer und ab dem 1. Januar 2011 dividendenberechtigter Namenaktie betrug EUR 0,048. Unter Berücksichtigung der bis heute im Zusammenhang mit der Wandelschuldverschreibung in Namenaktien umgewandelten Wandelobligationen hat sich die Anzahl der Aktien entsprechend auf 456.878.276 erhöht. Die Einlagen für die neuen Aktien wurden durch Verrechnung mit dem Gesellschafterdarlehen des Großaktionärs KG Power Inc., Seoul, Korea, geleistet.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde zugunsten der KG Power Inc. ausgeschlossen. Die bis zu 40 Millionen neuen Aktien verbessern die Bilanzrelationen deutlich und ermöglichen dadurch einen erweiterten Finanzierungsspielraum im Rahmen der Mehrheitsbeteiligung am neu zu gründenden Bleirecycling- und Batteriefertigungswerk sowie zur Finanzierung von geplanten Investitionen. Damit lag auch ein wichtiges Ausschlusskriterium vom Bezugsrecht gemäß Art. 3a Abs. 2 der Statuten vor.
Die Kapitalerhöhung durch unseren Großaktionär werten wir gerade im Hinblick auf das derzeit schwierige Kapitalmarktumfeld, nach der Kreditlinie über 1,8 Millionen Euro im Rahmen einer Factoring-Lösung Ende August 2011, als einen weiteren Vertrauensbeweis in die Zukunftsfähigkeit der iQ Power AG. Durch die Übernahme des Werkes in Bosnien-Herzegowina werden wir ein weiteres Mal unsere Kapazitäten erhöhen und an die Nachfrage anpassen. Die Nachfrage nach unseren Produkten übersteigt bisher regelmäßig unsere vorhandenen Fertigungskapazitäten. Nicht zuletzt durch diese strategischen Weichenstellungen gehen wir gegenüber dem Vorjahr weiterhin von einer deutlichen Umsatzsteigerung und stetigen Ertragsverbesserung aus.
Fazit:
Die Reduzierung unserer Verbindlichkeiten und die sich daraus ergebende Verbesserung der Bilanzrelationen erhöhen die Bonität der iQ Power AG signifikant und verbessern somit unsere Position gegenüber Finanzinstituten. Die strategischen koreanischen Investoren haben ihren Anteil an der iQ Power AG, unabhängig von der Kursentwicklung, konstant gehalten. Eine Mehrheitsübernahme an der iQ Power AG wird nicht angestrebt und stand nie zur Diskussion. Eine weitere konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der iQ Power AG und iQ Power Asia erachten wir als eine wichtige Voraussetzung für den künftigen Erfolg des Unternehmens. Der asiatische Markt für Starterbatterien wird sich zu unserem größten Absatzmarkt entwickeln und weist bereits heute hohe Wachstumsraten auf. Entsprechend wird gemäß unseren Planungen ein Großteil der künftigen Unternehmensgewinne in Asien generiert werden.
Ihr
Charles Robert Sullivan
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01.09.2011
Informationen zum operativen Geschäft
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
nach Veröffentlichung unseres Halbjahresberichtes erhielt ich zahlreiche Zuschriften seitens unserer Aktionäre mit Fragen zur weiteren Entwicklung der iQ Power AG. Hierauf möchte ich gerne eingehen.
Vorab möchte ich an dieser Stelle jedoch mögliche Unsicherheiten einiger Aktionäre hinsichtlich der engen Kapitaldecke des Unternehmens ausräumen. Jedes junge und vor allem stark wachsende Unternehmen hat einen erhöhten Liquiditätsbedarf. Insbesondere die Finanzierung eines starken Wachstums stellt hierbei für jedes Unternehmen eine Herausforderung dar, insbesondere in dem derzeitig schwierigen Kapitalmarktumfeld. Als junges Unternehmen mit innovativen Produkten, die sich einer hohen Nachfrage erfreuen, stellen wir uns dieser Herausforderung. So ist unsere Produktion voll ausgelastet und die Nachfrage übersteigt regelmäßig unsere derzeitigen Fertigungskapazitäten.
Dank unserer loyalen Aktionäre und der in Kürze erwarteten Finanzierung unserer strategischen Partner und Lizenznehmer sollte es keinen Anlass geben, sich wegen der Zukunft des Unternehmens Sorgen zu machen. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich auch auf die kürzlich abgeschlossene Finanzierung einer Kreditlinie über 1,8 Millionen Euro mit der Dresdner Factoring AG hinweisen. Hierdurch ergibt sich für uns ein deutlich größerer Spielraum zur Finanzierung unseres Umlaufvermögens aufgrund unserer ambitionierten Wachstumsstrategie. Verständlicherweise wäre die Finanzierung ohne entsprechende positive Nachweise nicht möglich gewesen.
Die zeitliche Verschiebung der Finanzierung sowie eine anfänglich geringere Nachfrage seitens der Lizenznehmer führten dazu, dass das anvisierte Jahresumsatzziel von rund 20 Millionen Euro nicht vollumfänglich zu realisieren ist. Zum Zeitpunkt der Generalversammlung am 27. Juni dieses Jahres war dies noch nicht absehbar. Gegenüber dem Vorjahr gehen wir jedoch weiterhin von einer deutlichen Umsatzsteigerung und Ertragsverbesserung aus.
In die Zukunft blicken wir sehr zuversichtlich. Dies begründet sich durch die starke Nachfrage seitens unserer bestehenden Kunden, der positiven Entwicklung des Neukundengeschäfts sowie einem den ursprünglichen Prognosen entsprechenden Auftragseingang bereits im Sommermonat August 2011. Zugleich konnten wir wesentliche Fortschritte bei der Erweiterung unserer Produktionskapazitäten realisieren. Die eingeschlagene Wachstumsstrategie ist, wenn auch zeitlich versetzt, voll in Takt. Entsprechend erwarten wir für die kommenden Quartale eine kontinuierliche Steigerung der Profitabilität bei gleichzeitig hohen Wachstumsraten. Das Ausmaß der Verbesserung wird von der Entwicklung des Geschäftes in Asien sowie von der weiteren erfolgreichen Finanzierung unseres Umlaufvermögens abhängig sein.
Generelle Zukunftsaussichten der iQ Power AG
Das große Potenzial und die damit in Verbindung stehenden großen Chancen bei Umsatz und Ertrag bestehen unverändert. Aktionäre sollten bei einem Start-up Unternehmen stets die Zukunftsperspektiven im Fokus sehen und weniger die aktuelle Situation. Wir haben mit vergleichsweise geringen Mitteln die Realisierung dieses Potenzials weiter vorangetrieben und sind davon überzeugt, dass die zukünftigen Erträge die getätigten Investitionen rechtfertigen werden, wenn auch später als prognostiziert. Entsprechend sehen wir der Zukunft positiv entgegen.
Verwendung der Finanzmittel aus den Kapitalmaßnahmen
Wir berichten jedes Quartal über die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Sowohl die Liquiditätsflüsse, als auch die Rentabilität der iQ Power AG können dementsprechend quartalsweise nachverfolgt werden. Die Detailtiefe geht dabei über die rechtlich vorgeschriebene Informationsbasis hinaus. Auf diese Weise wollen wir eine möglichst transparente und vertrauensvolle Kapitalmarktkommunikation sicherstellen. Zweimal im Jahr werden diese Berichte von einer international anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft.
Die Finanzmittel der Firma wurden für die Fortführung und den Auf- und Ausbau des Unternehmens verwendet, unter anderem für die Anschaffung von Werkzeugen, die Deckung laufender Kosten und den Aufbau von Beständen, jedoch auch für die Rückführung von Verbindlichkeiten. Dabei achten wir konsequent auf ein straffes Kostenmanagement und eine schlanke Kostenstruktur, damit der Großteil der Mittel für die Produktion und die Geschäftsausweitung zur Verfügung steht.
Batterieproduktion international
Die Batterieproduktion an den internationalen Standorten verläuft, von einigen zeitlichen Verschiebungen abgesehen, im Rahmen des internen Planungskorridors. Bei Interbat (ehemals Akubat) in Slowenien weiten wir die Produktion derzeit aus. Das Ziel liegt im mittleren zweistelligen Tausendstückzahlbereich pro Monat und kann im Zuge zukünftiger Finanzmittel weiter aufgestockt werden.
Wachsende Erfolge auch bei iQ Power Asia in Südkorea. Laut Informationen des dortigen Managements hat iQ Power Asia bis jetzt Kunden in 17 verschiedenen Ländern gewinnen können, darunter 4 Großkunden in Malaysia und Südostasien. Auch zählt einer der bedeutendsten Großhändler Koreas mit angeschlossener KFZ-Reparaturkette ab September 2011 zu den Großkunden von iQ Power Asia. Die Kette verfügt über mehr als 700 Werkstätten in Südkorea und ist der größte Lieferant für Ersatzteile einschließlich Batterien an die Firma GM-Daewoo. Ab Oktober 2011 werden weitere 14 Großhändler in Südkorea die Batterien von iQ Power Asia vertreiben. Für iQ Power Asia beläuft sich das Absatzziel bis Jahresende 2011 auf 600.000 bis 650.000 Batterien.
In den USA geht es gleichfalls voran. Ein Großkunde bestellte bei der Smart Battery Inc. 100.000 Batterien mit Lieferung im vierten Quartal 2011. Folgeaufträge sind vorgesehen. Aus Gründen des Wettbewerbs sind nähere Angaben an dieser Stelle verständlicherweise nicht opportun.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, unsere Strategie greift. Allenfalls das ambitioniert hohe Tempo in der Umsetzung unserer Ziele mussten wir zurücknehmen. Wir mussten ausreichende, preisgünstige und zuverlässige Fertigungskapazitäten finden und unsere Produkte und deren technische Vorteile am Markt etablieren. Beides ist uns trotz knapper Finanzmittel in der Vergangenheit erfolgreich gelungen. Sicherlich hätten wir unsere Ziele rascher erreicht, stünde uns ein größerer Finanzierungsspielraum für unsere Wachstumsstrategie zur Verfügung.
Wir werden nicht nachlassen. Entsprechend arbeiten wir weiterhin konsequent und mit Hochdruck an den operativen und strategischen Zielsetzungen, damit sich in naher Zukunft die Wachstumspotenziale auch in einem angemesseneren Aktienkurs wiederfinden werden, zur Zufriedenheit unserer Aktionäre.
Mit einem kleinen, hochmotivierten und entschlossenen Team haben wir bisher viel erreicht. Wir sind international in den USA, in Asien und in Europa breit aufgestellt und haben unsere Batterieprodukte auf den jeweiligen Märkten gut positioniert. In Asien existiert eine hoch moderne Fabrik, deren Fertigungskapazität kontinuierlich erweitert wird, und an der die iQ Power AG einen Anteil von 32 Prozent besitzt. In den USA liegen erste Großaufträge vor. Zudem hat die iQ Power AG Zugriff auf eine eigene Fertigung an einem kostengünstigen Standort. Bestehende und neu angemeldete weitere Patente komplettieren unsere gute Positionierung im Markt.
Unseren loyalen Aktionären zolle ich meinen Dank. Ich hoffe durch diese zusätzlichen Informationen offene Fragen beantworten zu können. Bitte bedenken Sie dabei, dass wir nicht auf sämtliche Details eingehen können. So wollen wir dem Wettbewerb keine allzu großen Einblicke gewähren. Wir müssen stets zwischen transparenter Informationspolitik und der Wahrung unserer Geschäftsinteressen abwägen, nicht zuletzt auch im Interesse unserer Anteilseigner und Aktionäre.
Ihr
Charles Robert Sullivan
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22.02.2011
Informationen zum operativen Geschäft
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
in den zurückliegenden Wochen erhielt ich wieder zahlreiche Emails von Aktionären mit Fragen zu der Entwicklung der iQ Power AG. Hierauf möchte ich, wie bereits in der Vergangenheit auch, gerne eingehen.
Vorab jedoch möchte ich mich an dieser Stelle für die breite Zustimmung im Rahmen unserer Wachstumsfinanzierung bedanken. Mitarbeiter, Verwaltungsrat und Vorstand von iQ Power sehen dies als großen Vertrauensbeweis und als Zustimmung zu unserer Arbeit in den letzten Monaten. Durch die vollständige Zeichnung der 2. Tranche konnten wir Finanzmittel von brutto 2,15 Millionen Euro einsammeln. Den finanziellen Spielraum zur Umsetzung unserer angekündigten Maßnahmen haben wir durch die zusätzliche Liquidität weiter erhöht. Gerade im Hinblick auf die rasante Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten entsteht ein erhöhter Finanzierungsbedarf. Dies betrifft neben dem Lageraufbau von Vormaterialien und fertigen Beständen unter anderem vor allem auch die Anschaffungen im Werkzeugbereich.
Die Entwicklung der iQ Power AG über die vergangenen Monate ist positiv. Im Januar 2011 konnten wir mit Umsätzen von 1,5 Mio. Euro einen erneuten Rekordumsatz verbuchen. Die Umsatzentwicklung im Gesamtjahr 2010 liegt mit vorläufigen Umsatzerlösen in Höhe von 9,4 Mio. Euro im Rahmen der revidierten Umsatzprognose von 9 bis 10 Mio. Euro.
Die im vergangenen Herbst auf der Automechanika erhaltene Auszeichnung für unsere Produktinnovation brachte uns neue und steigende Nachfrage. Auch bestätigte der TÜV-Rheinland die hohe Leistungsfähigkeit der ECO-Autobatterien. In den kommenden Tagen erwarten wir den Abschluss der Zertifizierung aller restlichen ECO-Batteriegrößen. Die Auszeichnung und Zertifizierung belegen die hohe Qualität und innovative Technologie unserer Batterien. Mit dieser Entwicklung einhergehend vermerken wir ein gesteigertes Medieninteresse an iQ Power und unseren Produkte. So wurde unsere Technologie im Rahmen der Sendereihe „Einfach Genial“ des TV-Senders MDR vorgestellt.
Unsere Produkte unterliegen einem ständigen Weiterentwicklungs- und Verbesserungsprozess. Entsprechend konnten wir auf der Produktseite zusätzliche Patente anmelden. Modifikationen, beispielsweise für die Start-Stopp-Technik, sind ebenfalls in der Entwicklung.
Ferner haben wir die strategischen Weichen für das zukünftige Unternehmenswachstum gestellt und konnten im Hinblick auf eine Beteiligung am slowenischen Batteriehersteller Akubat wichtige Fortschritte verzeichnen. Mit Ablauf formaler Fristen rechnen wir damit, bereits Ende Februar 2011 größter Anteilseigner von Akubat zu sein. Indes werden die Verhandlungen mit Banken und anderen Gesellschaftern weitergeführt. Ziel ist es, die Grundlage für notwendige Investitionen zum Ausbau der Fertigungskapazität von Akubat zu sichern. Auf Grund der positiven und konstruktiven Verhandlungen sehen wir einer baldigen Übereinkunft positiv entgegen. Damit könnten wir unsere Produktionskapazitäten nochmals um eine mittlere sechsstellige Anzahl an Batterien pro Jahr ausweiten und zukünftig noch flexibler auf die bestehenden Entwicklungs- und Fertigungsres-sourcen von Akubat zugreifen. Unabhängig davon ist es Akubat mit Unterstützung des Teams von iQ Power bereits gelungen, die Kapazität durch interne Verbesserungsmaßnahmen deutlich zu erhöhen. So ist Akubat nun in der Lage, die in den USA ansässige Smart Battery Inc. im vollen Umfang zu beliefern. Die ersten Lieferungen aus Europa an Smart Battery werden im zweiten Quartal 2011 erwartet.
Einen weiteren Schritt zum Ausbau unserer Kapazitäten stellt der Produktionsstart in Südkorea dar. Nach der Werkseröffnung im südkoreanischen Gwangju am 05.11.2010 erfolgten bereits im Januar 2011 die ersten Auslieferungen und Export-Ausfuhren. Aktuell erfolgt eine Ausweitung der Produktpalette auf alle wesentlichen Batteriegrößen. Eine Ausweitung der Produktion auf 500.000 Einheiten pro Monat soll bis Ende 2012 erfolgen. An dem auf Zuwachs ausgelegten Standort ist darüber hinaus mittelfristig eine Produktionsausweitung auf 15 Millionen Einheiten pro Jahr bis 2014 geplant. Dies entspricht einem möglichen künftigen Umsatzvolumen von bis zu 500 Millionen US-Dollar pro Jahr. Zusammen mit dem Werk in Rawang, Malaysia, ist somit bis 2014 eine Gesamtfertigungskapazität von 25,5 Millionen Batterien vorgesehen.
Ebenfalls vorangeschritten sind unsere Aktivitäten in Nordamerika. Die Smart Battery Inc. konnte hoch qualifizierte Führungskräfte und Ingenieure mit durchschnittlich mehr als 22 Jahren Erfahrung in der Produktion von Blei-Säure-Batterien für sich gewinnen und die Geschäftsaktivitäten aufnehmen. Derzeit werden die restlichen erforderlichen Werkzeuge gefertigt, um dem ersten Großkunden die notwendige Produktpalette anbieten zu können. Für 2011 rechnen wir nach Anlauf der Vertriebsaktivitäten mit einem Absatz von über 150.000 Batterieeinheiten. Neben Lizenzgebühren rechnen wir mittelfristig mit dem Kauf von 700.000 bis 1,2 Millionen Batterien von iQ Power durch die Smart Battery Inc.
An dieser Stelle möchte ich auch kurz auf die öfter gestellte Anfrage von Aktionären bezüglich einer Beteiligung an der Smart Battery Inc. eingehen: Eine weitere Beteiligung der iQ Power AG an der Smart Battery Inc. über das bestehende Engagement hinaus ist nicht vorgesehen. Der bestehende Finanzierungsbedarf der Smart Battery Inc. wird maßgeblich durch nordamerikanische Anleger gedeckt, dennoch steht Interessenten in Europa derzeit noch die Möglichkeit einer Direktbeteiligung offen.
Neben der Steigerung unserer Fertigungskapazitäten liegt unser Augenmerk auf dem Ausbau der Sparte Industriebatterien und dem Blei-Recycling.
Im Bereich Blei-Recycling haben wir im Januar 2011 bereits ein erstes Pilotprojekt gestartet. Darüber hinaus werden Gespräche mit anderen möglichen Partnern geführt. Den Fortschritt unserer Bemühungen in diesem Bereich werden wir zu gegebenen Zeitpunkt bekanntgegeben.
Auch die Sparte Industriebatterien entwickelt sich sehr positiv. Eine Direktbeteiligung an der iQ Industrie GmbH zum Ausbau unserer Industriesparte wird wegen der enormen Anstrengungen in der Sparte Starterbatterie vorerst vertagt. Dies mindert in keiner Weise die enge Zusammenarbeit und Zukunftsperspektiven der Sparte Industriebatterien, sondern dient ausschließlich der Fokussierung auf das Kerngeschäft Starterbatterie. Im Geschäftsjahr 2010 konnte die Sparte Industriebatterien bereits Umsätze von knapp 1 Millionen Euro erlösen. Und auch die bisherige Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen 2011 stimmt uns für das Gesamtjahr 2011 positiv.
Insgesamt sehen wir einen erfolgreichen und spannenden Start in das Jahr 2011. Auch wenn die zeitliche Umsetzung nicht immer unseren Ansprüchen genügt, konnten wir die strategischen und operativen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Hierzu gehören die Ausweitung unserer Produktionskapazitäten, die Erschließung neuer Märkte durch die Lizensierung unserer Technologie an unsere Partner in den USA und Kasachstansowie die stetige Weiterentwicklung unserer Technologie.
An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und hoffe, dass wir auch den weiteren Weg von iQ Power erfolgreich gemeinsam gehen werden.
Ihr
Charles Robert Sullivan
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24.11.2010
Informationen zum Standort Südkorea und den Produkten von iQ Power
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
in den vergangenen Tagen habe ich viele Zuschriften von Aktionären mit Fragen insbesondere zur weiteren Entwicklung in Asien und zur Batterietechnologie erhalten. Die Fragen stehen auch im Zusammenhang mit einem jüngst erschienenen Medienbericht. Ich möchte dies zum Anlass für diese Zeilen nehmen.
Wie bekannt, haben wir vor einigen Tagen über die feierliche Eröffnung des neuen Werkes in Südkorea berichtet. Wir streben dort im 1. Quartal 2011 eine Batterieproduktion von zunächst 370.000 Einheiten an. In den nächsten Monaten ist dann ein Hochfahren der Produktion auf rund 500.000 Einheiten pro Monat vorgesehen. Mit seinen 16.500 Quadratmetern wird das Werk zu den modernsten Batteriefabriken gehören. Es ist darüber hinaus auf deutlichen Zuwachs ausgelegt.
Auch die Zuwachsplanung hat sich dieser Tage weiter konkretisiert und es wurde die langfristige Ausweitung der Produktionskapazitäten am Standort Gwangju in Südkorea zusammen mit unseren koreanischen Partnern, darunter auch Daewoo International, beschlossen. Eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) für eine zweite Fabrik und ein Logistikzentrum wurde von der iQ Power Asia Inc., der iQ Power AG und der Stadt Gwangju unterzeichnet.
Die Ausweitung der Kapazität auf zusammen 15 Millionen Einheiten jährlich sollen ein künftiges Umsatzvolumen von bis zu 500 Millionen US-Dollar pro Jahr ermöglichen. Zusammen mit dem Werk in Rawang, Malaysia ist bis 2014 eine Gesamtfertigungskapazität von 25,5 Millionen Batterien mit der iQ Technik vorgesehen.
Diese neuerliche Entwicklung verdeutlicht nicht zuletzt die Attraktivität unserer innovativen Batterietechnologie mit Elektrolyt-Durchmischung. Für diese Innovation mit ihrem hohen Nutzen für Kunden und Umwelt wurden wir jüngst im Rahmen der Frankfurter Automechanika ausgezeichnet.
Diese Auszeichnung korrespondiert mit einer Förderung des Freistaates Sachsens in Höhe von einer halben Million Euro, die wir im Juli dieses Jahres für unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort Chemnitz erhalten haben. Die Förderung unterstützt die Weiterentwicklung unserer Innovation auf dem Gebiet leistungsfähiger und kostengünstiger, konventioneller Blei-Säure-Starterbatterien.
Welche Leistungsfähigkeit und welches enorme Potenzial unsere Technologie und unsere Produkte haben wurde bereits Ende 2008 von unabhängigen Testlabors nachgewiesen und bestätigt. Diese Ergebnisse, die nicht allgemein öffentlich sind, haben bis heute Bestand. An einer offiziellen Zertifizierung arbeiten wir aktuell. Wesentlich ist, dass die Wirksamkeit unserer Technologie mit den jahrzehntealten Standardtests nicht abzubilden ist und neue Testmethoden erfordert, die mehr den realen Bedingungen in der Praxis entsprechen.
Wie allgemein bekannt und von uns seit langem immer wieder kommuniziert, konzentrieren wir uns auf den Ersatzmarkt für Starterbatterien. Dieser Markt ist für uns anfänglich nicht nur attraktiver sondern auch um ein Vielfaches größer als die Erstausrüstung von Fahrzeugen. Trotzdem erachten wir die Erstausrüstung für interessant. Im Bereich Aftermarket haben wir in Europa deutliche Fortschritte erzielt und bieten unsere Produkte seit kurzem nun ebenfalls in Skandinavien und in Südosteuropa an. Durch die Lizenzierung unserer Technologie an unsere Partner in Südkorea und in den USA sind wir zudem in der Lage, die interessanten Automobilmärkte Asien und Nordamerika zu erschließen.
Sowohl auf der Produktseite als auch bei der Erschließung wichtiger Märkte und dem Ausbau entsprechender Produktionskapazitäten sind wir auf einem guten Weg. Wir haben wichtige strategische Weichen für künftiges Unternehmenswachstum gestellt. Dazu zählt der angesprochene Produktionsstart in Asien wie auch der Venture- und Lizenzvertrag mit der Smart Battery Inc. in den USA. Auf der Finanzierungsseite konnten wir neben der erfolgten Kapitalerhöhung auch die erste Tranche einer Wandelanleihe erfolgreich platzieren.
Seit der Rückkehr aus der Insolvenz im Frühjahr 2009 und dem Neustart des Unternehmens haben wir zahlreiche Herausforderungen gemeistert, und nicht immer lief alles so glatt wie wir es uns vorstellten. Weitere Herausforderungen liegen noch vor uns. Bei einem Unternehmen in der Aufbauphase, in der wir uns befinden, müssen wir immer mit möglichen Verzögerungen oder auch Rückschlägen rechnen. Trotzdem gehen wir davon aus, dass sich die im laufenden Geschäftsjahr 2010 erzielten strategischen Erfolge auch im Zahlenwerk der Gesellschaft im kommenden Jahr 2011 deutlich zeigen werden.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich für die vielen Glückwünsche zum Start der Produktion in Südkorea bedanken. Vielen Dank für Ihr Vertrauen.
Ihr
Charles Robert Sullivan
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20.10.2010
Informationen zur Wandelschuldverschreibung und zur Wandlung in neue Namenaktien
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
mit großem Erfolg haben wir die erste Tranche der Wandelschuldverschreibung platziert. Die Wandelschuldverschreibung wurde mehrheitlich durch Ausübung des Vorwegzeichnungsrechts der vorwegzeichnungsberechtigten Aktionäre gezeichnet. Aufgrund zusätzlicher Zeichnungen von Privatinvestoren entstand ein sehr deutlicher Nachfrageüberhang. Mit Platzierung von 4.300 Wandelobligationen zu einem Betrag von jeweils EUR 500 fließen der Gesellschaft Mittel von brutto EUR 2,15 Millionen zu.
Im Rahmen des weiteren Abwicklungsprozesses wurde nun die Globalurkunde eingereicht. Die Wandelobligationen der 1. Tranche der Wandelschuldverschreibung werden in den nächsten Tagen in die Depots der Aktionäre und Privatinvestoren eingebucht. Das Formular zur Wandlung der Wandelobligationen in neue Namenaktien steht Ihnen auf der Website von iQ Power im Bereich Investor Relations im Unterpunkt „KE + Wandelanleihe“ zur Verfügung.
Die Wandlung der Wandelobligationen in Aktien kann jederzeit bis einschließlich 31. Oktober 2013 mit Wirkung jeweils zum letzten Bankarbeitstag in der Schweiz jedes ersten Kalendermonats im Quartal sowie zusätzlich mit Wirkung zum 15. Dezember 2010 und 15. Dezember 2011 erfolgen. Die neuen Namenaktien werden voraussichtlich 7 Werktage nach Wirksamwerden der jeweiligen Wandlung zur Verfügung gestellt.
Wenn Sie an der zweiten Tranche der Wandelschuldverschreibung teilnehmen möchten, dann ist der letztmögliche Termin zur Wandlung der 15. Dezember 2010. Alle Wandelschuldverschreibungs-gläubiger, welche im Rahmen der ersten Tranche der Wandelschuldverschreibung Wandelobligationen zugeteilt bekommen haben und sämtliche Wandelobligationen der 1. Tranche der Wandelschuld-verschreibung gewandelt haben, sind im gleichen Umfang berechtigt, an der zweiten Tranche der Wandelschuldverschreibung zu partizipieren. Die Zeichnungsfrist für die zweite Tranche der Wandelschuldverschreibung beginnt am 3. Januar 2011 und endet am 17. Januar 2011.
Ich bedanke mich herzlich für Ihr Vertrauen in die iQ Power AG und freue mich, wenn Sie auch an der zweiten Tranche der Wandelschuldverschreibung teilnehmen.
Vielen Dank.
Ihr
Charles Robert Sullivan
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17.08.2010
Informationen zum Thema Lizenznehmer Nordamerika sowie Wandelanleihe.
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
nachdem der genannte Termin für den Abschluss des Lizenzvertrags in den USA überschritten ist, möchte ich Sie über den aktuellen Stand informieren. Zudem möchte ich auf die anstehende Wandelschuldverschreibung eingehen.
Mit Blick auf die Verhandlungen zum Lizenzvertrag mit Smart Battery gibt es von beiden Vertragsparteien ein uneingeschränktes Bekenntnis für das gemeinsame Projekt. Sowohl die iQ Power AG als auch die Investorengruppe unter Leitung der Alberdale Capital LLC, New York, als Venture-Partner, sind sehr daran interessiert, die Lizenzvereinbarung schnellstmöglich zu unterzeichnen. So herrscht große Übereinstimmung sowohl bei allen wesentlichen Vertragspunkten wie auch bei den meisten Detailfragen. So herrscht Einigkeit darüber, dass die iQ Power AG ihre technologisch führende Batterietechnologie in Form von Lizenzen zur Verfügung stellen wird. Im Gegenzug wird die iQ Power AG mit 20 Prozent an der Smart Battery Inc. beteiligt. Zusätzlich erhält iQ Power Lizenzgebühren für jede verkaufte Batterieeinheit. Die restlichen 80 Prozent des Gemeinschaftsunternehmens befinden sich im Besitz des Venture-Partners.
Kurz vor Vertragsabschluss aufgeworfene Detailfragen im Hinblick auf genaue Definitionen von verschiedenen Klauseln erfordern jedoch noch Klärungsbedarf und führen zu einer zeitlichen Verzögerung. Unabhängig davon bekennen sich beide Parteien weiterhin uneingeschränkt zum Projektvorhaben und sind bestrebt, die verbleibenden Einzelheiten der Vereinbarung möglichst zeitnah im Sinne einer erfolgreichen Verhandlung abzuschließen.
Dementsprechend haben beide Parteien auch vereinbart, die Vorproduktionsschritte zeitnah bereits zu starten, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Produktions- und Qualitätsexperten werden diesen Prozess Ende August in den USA und Europa einleiten und überwachen. Wichtige Werkzeuge, die für die Herstellung von Batterien nach dem in den USA geltenden Standards erforderlich sind, wurden bereits bestellt.
Trotz dieser bereits vorgezogenen Maßnahmen führt die entstandene Verzögerung dazu, dass die ursprünglich in diesem Jahr geplante Produktionsmenge für den US-Markt deutlich geringer ausfällt und die Absatzmenge von bis zu 100.000 Einheiten pro Monat erst im Frühjahr 2011 erreicht wird. An der langfristigen Umsatzprognose für Nordamerika für 2011 und später wird jedoch weiterhin festgehalten. Für Europa bedeutet die Verzögerung eine Verschiebung des Umsatzplans um zwei bis drei Monate nach hinten und eine deutliche Reduzierung des Umsatzes für 2010. Der genaue Umfang der Reduzierung wird erst im September beziffert werden können. Das Management hält an der Prognose für ein ausgeglichenes Ergebnis nach Steuern im vierten Quartal fest.
Lassen Sie mich auf die Wandelanleihe zu sprechen kommen.
Die kürzlich abgeschlossene Kapitalerhöhung hatten wir bewusst auf knapp unter 10 Prozent des Aktienkapitals begrenzt, um hierdurch die andernfalls hohen Kosten für einen umfangreichen Kapitalmarktprospekt zu sparen. Die aus der erfolgreichen Kapitalerhöhung eingeworbenen Mittel sind ausreichend, um die Geschäftstätigkeit zu finanzieren. Wir können Umsatzerlöse und Ertragkraft jedoch steigern, wenn uns weitere Finanzmittel zur Verfügung stehen. Nachdem wir seitens des Kapitalmarktes im Rahmen der erfolgreichen Kapitalerhöhung ein hohes Interesse generieren konnten, wollen wir diese Finanzierungsquelle nutzen, um Umsatz und Ertrag durch entsprechende Maßnahmen zu verbessern.
Aktuell haben wir zwei Projekte, die wir mit Hilfe weiterer Finanzmittel schneller umsetzen können. Das erste Projekt ist eine Investition in Ausrüstungen zum Recycling von Altbatterien, was die Kosten für den Rohstoff Blei senkt und die hohen Schwankungen beim Bleipreis abfedert. Denn in einem wettbewerbsintensiven Umfeld können Kosten nicht immer an den Markt weitergegeben werden. Durch die Möglichkeit, alte Batterien zu recyceln, können wir die durchschnittlichen Kosten unseres wichtigsten und zugleich teuersten Rohstoffs reduzieren und Schwankungen beim Ertrag ausgleichen.
Das zweite Projekt ist eine Investition in Formatierungsanlagen, die wir vor Ort an großen Auslieferungslagern in wichtigen regionalen Märkten positionieren. Mit einer solchen regionalen Formationskapazität können wir unsere Batterien bedarfsorientiert laden. Wir erzielen dadurch eine hohe Kundenzufriedenheit und gewinnen eine wesentlich höhere Lager-Flexibilität. Insgesamt gewinnen wir Vorteile gegenüber dem Wettbewerb, der zum Teil über große Distanzen liefern muss. Beide Projekte haben jeweils eine sehr hohe Investitionsrendite und eine sehr kurze Amortisationszeit.
Die Mittelzuflüsse aus der Wandelschuldverschreibung werden es uns ermöglichen, diese Chancen schneller zu realisieren.
Mit den besten Grüssen,
Charles Robert Sullivan
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23.05.2010
Information zur Umsatzerwartung 2010.
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
seit Veröffentlichung unseres Jahresberichts 2009 werde ich immer wieder gefragt, ob in der Umsatzprognose für 2010 in Höhe von 26 Mio. Euro auch Einnahmen aus Unternehmensbeteiligungen enthalten sind.
Wir erwarten, dass unser Lizenzpartner in Asien im vierten Quartal dieses Jahres die ersten Batterien verkauft. Ebenfalls für das vierte Quartal plant unser künftiger Lizenzpartner in den USA erste Produktverkäufe in Nordamerika. Daher berücksichtigt die Umsatzprognose für 2010 lediglich rund 240.000 Euro an Lizenz-Einnahmen aus unseren beiden Joint Ventures. Die Vertriebskanäle unserer Lizenznehmer in Asien und USA müssen zunächst mit Ware befüllt werden (Pipeline Inventory). Erst nach Verkauf der Produkte fließen für die iQ Power AG zunehmend steigende Einnahmen aus Lizenzen.
Die ersten wesentlichen Lizenzeinnahmen aus dem Nordamerikageschäft sowie aus Korea erwarten wir daher im ersten Quartal 2011.
Mit einem Umsatz von über 1,6 Millionen Euro in den ersten drei Monaten dieses Jahres haben wir einen beachtenswerten und sehr erfolgreichen Start erzielen können. Dies insbesondere vor der Tatsache, dass mitten in einer laufenden Saison alle Kunden bestehende feste Lieferverträge mit anderen Herstellern hatten. Zusammen mit den rund 800.000 Euro Umsatz aus den wenigen Wochen vor Jahresende 2009 summiert sich der initiale Umsatz in der kurzen Zeit auf 2,4 Mio. Euro. Zugleich konnten wir unsere Kostenstruktur gegenüber 2009 bedeutend verbessern.
Fast alle Zielkunden, die wir in unsere anfängliche Planung einbezogen hatten, konnten wir zwischenzeitlich gewinnen. Darüber hinaus sind auch Kunden in der Schweiz, in Spanien, in Portugal und anderen Ländern kontinuierliche Abnehmer unserer Produkte. Zugleich haben wir uns in den zurückliegenden Monaten gegenüber unseren Kunden als zuverlässiger Partner und Lieferant hochwertiger Qualitätsprodukte bewährt. Diese gute Reputation kommt uns im weiteren Geschäftsverlauf und bei neuen Kunden zugute.
Im späteren Verlauf dieses Jahres werden die Umsätze überproportional stark ansteigen. Im Vorfeld werden derzeit mit Kunden entsprechende Lieferaufträge für die kommende Saison 2010/2011 und darüber hinaus verhandelt.
Unsere Ziele, die wir nach Aufhebung der Insolvenz vor rund einem Jahr auf der Generalversammlung 2009 formulierten, waren höchst ehrgeizige Ziele. Der Abschluss der notwendigen Kapitalerhöhung erst drei Monate vor Jahresende 2009 als wesentliche Voraussetzung dafür, dass wir die Entwicklung und den Produktionsanlauf der neuen ECO-Batterien umsetzen konnten, führte dazu, dass sich der zur Verfügung stehende Zeitraum erheblich verkürzte und wir erst wenige Wochen vor Jahresende 2009 unsere ersten Kunden beliefern konnten. Dadurch verschob sich die Anlaufkurve, so dass wir unsere höchst ambitionierten Ziele von Mitte 2009 auf einen nach wie vor bemerkenswerten Jahresumsatz von 26 Mio. Euro für 2010 zurückgenommen haben. Vor dem Hintergrund einer genaueren Abschätzung des Jahres 2010 haben wir diese Umsatzprognose in unserer Zwischenmitteilung zum ersten Quartal bestätigt.
Die von iQ Power derzeit rechtlich unabhängige Industriesparte für den Vertrieb von Industriebatterien und Systemen hat zwischenzeitlich ihren Betrieb ebenfalls aufgenommen und erwirtschaftet bereits erste Umsätze. Es ist beabsichtigt, die Sparte im vierten Quartal dieses Jahres in die iQ Power AG zu integrieren.
Aller Voraussicht nach werden wir früher als geplant mit dem Markteintritt in Nordamerika starten können. Die Absicht unseres Lizenznehmers in den USA, für einen baldigen Vertriebsbeginn die Batterien zunächst von iQ Power in Europa in die USA zu importieren, ist ein weiterer Grund, warum unser Umsatz im zweiten Halbjahr so schnell wachsen wird. Demzufolge werden wir unsere Produktionskapazitäten im dritten Quartal entsprechend erweitern. Die Vorbereitungen für diese Maßnahme sind wesentliche Aufgaben dieser Tage.
Aufgrund bestehender sowie neuer Kundenlieferverträge, gekoppelt mit zusätzlichem Gewinn, der sich aus dem Start der Aktivitäten unserer Lizenznehmer ergibt, werden wir bereits im vierten Quartal 2010 den Break-Even erreichen und sogar die ersten schwarzen Quartalszahlen der iQ Power AG schreiben.
Mit den besten Grüssen,
Charles Robert Sullivan
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24.12.2009
Danke.
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
nur noch wenige Tage des Jahres 2009 liegen vor uns. Es ist Zeit ein wenig inne zu halten, um das Erreichte der vergangenen Monate zu betrachten und in die Aussichten reiche Zukunft zu blicken. Und es ist Zeit „danke“ zu sagen.
Das zu Ende gehende Jahr war ein bekannterweise ereignisreiches Jahr – für iQ Power, für seine Mitarbeiter, für mich und für Sie als Aktionäre. Was im März dieses Jahres durch die Insolvenz in weite Ferne rückte und undenkbar schien, haben wir heute erreicht. Wir haben den Markteintritt mit unserem neuen Produkt ECO erfolgreich angestoßen – und Nachfrage, Verkauf und Produktion sind in vollem Gange. Wir konnten namhafte große Schlüsselkunden gewinnen, die unsere Produkte sowohl unter ihrer eigenen Hausmarke wie auch unter iQ Power ECO seit zwei Monaten erfolgreich im Markt verkaufen. Außerhalb Deutschlands konnten wir unseren ersten Großkunden gewinnen. Und in Kürze werden unsere Produkte unter dem Namen ECO erstmals auch in breitem Maßstab über den Einzelhandel vertrieben. Damit haben wir unsere geplanten und ambitionierten Ziele für 2009 erreicht.
Bereits heute zeichnet sich deutlich ab: Gemeinsam mit unseren jetzigen und künftigen neuen Kunden werden wir in 2010 mit der ECO und unseren anderen Produkten neue Maßstäbe im Markt setzen. Dazu wird auch die Produktion in Asien im Laufe des kommenden Jahres beitragen und zusätzliche Impulse schaffen.
Für die Unterstützung, die mir aus den Reihen unserer engagierten Mitarbeiter und Kollegen, vom Verwaltungsrat und auch von unseren Aktionärinnen und Aktionären zu Teil wurde, möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Ich freue mich auf die Herausforderungen im kommenden Jahr und wünsche Ihnen allen im Kreis von Familie und Freunden ein geruhsames und friedliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2010.
Mit den besten Grüssen,
Charles Robert Sullivan
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03.12.2009
Information zur aktuellen Kursentwicklung
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
die mit der Kapitalerhöhung einhergehende große Anzahl an Neuen Aktien und deren Zulassung zum Handel haben den Aktienkurs in den letzten Tagen unter Druck gesetzt. Diese Entwicklung war in gewissem Umfang vorhersehbar. So haben sich erwartungsgemäß einige der Investoren nach Handelszulassung der Neuen Aktien sofort wieder von einem Teil ihrer im Rahmen der Kapitalerhöhung erworbenen Papiere getrennt. Andere Marktteilnehmer hatten in den Tagen davor bereits auf fallende Kurse gesetzt, um günstig einzusteigen. Das verursacht hohe Kurs-Schwankungen.
Fundamental hat dies jedoch nichts mit der derzeitigen Entwicklung des Unternehmens iQ Power zu tun. Im Gegenteil: Nachfrage, Verkauf und Produktion der neuen ECO-Batterien entwickeln sich gut und liegen im Rahmen der geplanten und prognostizierten Zahlen von einigen zehntausend Stück. Trotz der nur sehr kurzen Zeit seit Vorstellung der ECO im Markt in diesem Herbst haben wir bisher respektable Abverkäufe erzielt. Sehr positiv ist, dass es uns möglich war, mit unserem neuen Produktangebot wichtige große Schlüsselkunden zu gewinnen.
Daher erwarte ich eine deutliche Erholung des Aktienkurses, sobald unsere bisher erzielten Erfolge auch für die Anleger klarer sichtbar werden.
Charles Robert Sullivan
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10.11.2009
Information zur allgemeinen Lage
Liebe Geschäftspartner, liebe Aktionäre, liebe Mitarbeiter,
Monate großer Anstrengung liegen seit der Rücknahme der Insolvenz hinter uns. Gerne möchte ich die Ereignisse der vergangenen Zeit mit Ihnen teilen und Sie über das Erreichte und den aktuellen Stand informieren.
Um Sie künftig transparenter zu informieren werden wir diese Rubrik ab sofort in kürzeren und regelmäßigen Abständen chronologisch fortschreiben. So haben Sie die Möglichkeit, sich ein klareres Bild über die aktuelle Lage zu machen.
Auch wenn ich das Nachfolgende in einem Magazin-Interview kürzlich bereits dargestellt habe, so soll dies hier doch nochmals wiederholt werden, denn es ist wichtig für das Gesamtbild. Als iQ Power in Folge der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise Anfang März diesen Jahres Insolvenz beantragen musste, war dem Management von Anfang an klar, dass dies nicht das Ende des Unternehmens gewesen sein konnte. Zu groß war der Zuspruch von Seiten des Marktes für die innovativen Batterieprodukte und die Technik von iQ Power. Und so beschloss das Management einen Rettungsplan für das Unternehmen, das Ende 2008 gerade erst damit begonnen hatte, seine neuartigen Produkte erstmalig auf den Markt zu bringen. Unterstützt wurde dieser Plan von einer kleinen Gruppe tatkräftiger Aktionäre.
Die Herausforderungen, vor denen wir bei diesem Rettungsplan standen, konnten größer nicht sein: Sämtliche Gläubiger mussten überzeugt werden, von ihren offenen Forderungen zurückzutreten und vorerst auf deren Eingabe zu verzichten. Potentielle Kunden mussten wir von der Leistungsfähigkeit von iQ Power überzeugen. Um für den Herbst dieses Jahres lieferfähig zu sein, hatten wir für unsere neue Produktreihe ECO die erforderlichen Werkzeuge rechtzeitig zu beauftragen. Und wir mussten für den Neustart des Unternehmens Investoren gewinnen, um an ausreichend Kapital zu gelangen. Für ein Unternehmen, das gerade erst Insolvenz angemeldet hatte und nicht handlungsfähig war, stellten diese Aufgaben enorme Herausforderungen dar, zumal vieles gleichzeitig zu erfolgen hatte.
Schon drei Monate später, am 3. Juni dieses Jahres, konnte das Insolvenzverfahren wieder aufgehoben werden. Das Unternehmen war damit wieder handlungsfähig; eine wichtige Voraussetzung für den Fortbestand des Unternehmens und die Umsetzung der ehrgeizigen weiteren Pläne und Aufgaben.
Mit dem Abschluss der Kapitalerhöhung, die auf der Generalversammlung in Zug am 09. Juli von den Aktionären beschlossen worden war sowie der erfolgreichen Beschaffung des vorgesehenen Kapitals bis zum 25. September 2009, erreichte iQ Power einen wichtigen Meilenstein. Seit Registrierung der erfolgten Kapitalerhöhung im Handelsregister am 30. September 2009 sind wir nun mit ausreichend Kapital ausgestattet, das uns erlaubt, operativ wieder zu agieren.
Bitte erlauben Sie mir, dass ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei all denjenigen Personen, Gläubigern, Lieferanten, Investoren, Mitarbeitern und Kollegen herzlich bedanke, die diese Kraftanstrengung erst ermöglichten, die uns ihr Vertrauen schenkten und die mit uns von einer erfolgreichen Zukunft des Unternehmens überzeugt sind. Bemerken möchte ich auch, dass wir in der Zwischenzeit die Wandelanleihe vom Oktober 2008 begleichen konnten, wodurch ein fortwährender Druck auf den Aktienkurs nachgelassen hat. Auch haben wir mit der Zahlung der offenen Gläubiger-Rechnungen begonnen.
Wo stehen wir heute? Um die Kosten zu senken haben wir zwischenzeitlich die Organisation auf nur noch zwei Standorte konzentriert. Die iQ Power AG als Schweizer Aktiengesellschaft und Holding hat ihren Sitz nach wie vor in Zug. Der Standort dort wurde jedoch deutlich zurückgefahren und auf das rechtlich erforderliche Minimum reduziert. In Deutschland haben wir die früheren Standorte Dortmund und München im Zuge der Insolvenz aufgelöst. Das operative Geschäft ist seitdem am bisherigen Entwicklungs-Standort Chemnitz zusammengefasst. Hier ist seit Ende August 2009 auch der Sitz der neuen deutschen iQ Power GmbH. Die dortigen Räumlichkeiten werden den neuen Erfordernissen angepasst und ausgeweitet. Im Zuge der Insolvenz sowie der organisatorischen Veränderung hat sich die Anzahl der Mitarbeiter im gesamten Unternehmen halbiert.
Unsere neue Batterie, die wir unter unserem Produktnamen ECO sowie unter Private Label bei unserem slowenischen Partner Akubat bereits seit einigen Wochen produzieren, trifft die Anforderungen des Marktes in idealer Weise: Ein innovatives Premium-Produkt für den preissensitiven Massenmarkt, ausgestattet mit klaren Alleinstellungsmerkmalen und Nutzenvorteilen sowohl für den Handel wie auch den Endverbraucher. Die ECO-Baureihe ist mit unserer innovativen und patentierten Durchmischungstechnik für den Batterie-Elektrolyten ausgestattet. Dadurch werden die üblicherweise in Batterien auftretenden Verluste an Kapazität aufgrund von Säureschichtung vermieden. Die Folge sind ganz erhebliche Vorteile unserer Produkte.
Der Zuspruch, den wir sowohl auf Messen wie auch im Dialog mit unseren Kunden zu unserer neuen ECO-Produktreihe immer wieder erhalten, lässt zu Recht auf zunehmende und wachsende Aufträge hoffen. Schon jetzt beliefern wir Kunden mit unseren ECO-Produkten sowohl unter unserer eigenen Marke iQ Power wie auch mit dem Hinweis „iQ Power inside“ auf den Produkten bei Kunden mit eigener Hausmarke. Wiederholte Nachbestellungen aufgrund raschen Abverkaufs unserer Produkte haben wir von ersten Kunden bereits erhalten. Wir rechnen für die Zeit ab Produktionsaufnahme der ECO-Produkte vor wenigen Wochen bis Jahresende mit Auftragseingängen von insgesamt über
1 Millionen Euro. Hier liegen wir gut im Plan. Wegen anfänglichen Engpässen bei Vormaterialien sowie zeitaufwendiger technischer Anpassungen, die ebenfalls längst abgeschlossen sind, stellt das Erreichen unseres gesteckten Umsatzzieles von 1,5 Millionen Euro noch in diesem Jahr eine Herausforderung dar. Für das kommende Jahr gehen wir von stark wachsenden Umsätzen aus.
Unsere Strategie ist unverändert: Zielmarkt für unsere Produkte ist in erster Linie der Ersatzteilmarkt. Hier nutzen wir vor allem die großen Einkaufs- und Handelsorganisationen als unsere Kunden. Entsprechend werden wir unser Marketing in dieser Richtung verstärken. Unsere wichtigsten Absatzmärkte liegen zunächst in Europa und Asien, später auch in Nordamerika und anderen Regionen.
In der Erstausrüstung mit der Fahrzeugindustrie erwarten wir erst zu einem späteren Zeitpunkt erste Vertriebserfolge.
Ergänzt wird unser Starterbatterie-Geschäft durch unsere Industriebatterie-Sparte. Hier rechnen wir mit ersten Projekten im kommenden Jahr.
In Asien erreichen unsere Joint Venture-Partner KG Power und Daewoo International signifikante Forschritte in ihrem Projekt, die Standorte in Malaysia und Gwangju aufzubauen. Die Anlagen für das Zulieferwerk für Bleiplatten in Malaysia sind vorhanden oder werden in Kürze geliefert. Die restlichen Baumaßnahmen an der Fabrik in Gwangju sind in Arbeit. Und zu unserer Freude ist Daewoo International auf der vertrieblichen Seite sehr aktiv.
Mit freundlichen Grüssen,
Charles Robert Sullivan
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